Konzertgesellschaft und Rohrmeisterei präsentieren STERNSTUNDEN AM BÖSENDORFER

„Sternstunden am Bösendorfer“ ist eine Kultur-Kooperation von Konzertgesellschaft Schwerte und Bürgerstiftung Rohrmeisterei. Sie zeigt, wie ohne zusätzliche öffentliche Zuschüsse ein hochkarätiges Programm auf die Beine gestellt werden kann: Indem die Partner Ihre Ressourcen Raum, Instrument, Personal zusammenführen; indem ein Mix aus weltbekannten Stars und hochkarätigen Nachwuchskünstlern zusammengestellt wird; indem das Publikum das Angebot mitträgt und unterstützt; indem das Format laufend überarbeitet und „neu erfunden“ wird.

Die Konzerte und vor allem die anschließende Gesprächsmöglichkeit mit den Künstlern richten sich auch an Schulklassen der weiterführenden Schulen. Hier können Freikarten-Kontingente bereit gestellt werden.

11.1.2017 - Ji-Yeoun You

Ji-Yeoun You
Sonntag, 11. Januar 2018, 11 Uhr

Koreanische Pianistin mit höchstem internationalen Renommee bei den „Sternstunden am Bösendorfer“

Im 1. Sternstundenkonzert erwartet uns eine der großen Pianistinnen mit internationaler Karriere. Über ein Solokonzert schrieb die Presse: „Technisch außerordentlich versiert, verlieh sie dem Werk ein jeweils ganz individuelles, prägnantes und zwischen sanfter Lyrik wie aggressiver Härte eine breite Ausdrucksskala bietendes Profil.“

Ji-Yeoun You, geboren in Yeosu, Süd-Korea, erhielt ihren ersten Klavierunterricht im Alter von fünf Jahren. Ihr Debüt gab sie als Zehnjährige in Yeosu mit dem Mozart-Krönungskonzert. Sie war Schülerin an der renommierten Yewon Arts School in Seoul und gewann die bedeutendsten nationalen Jugendwettbewerbe.

Ihre pianistische Ausbildung setzte sie 1995 in Berlin an der Universität der Künste und an der Hochschule für Musik „Hanns Eisler“ fort und absolvierte Meisterkurse bei Daniel Barenboim, Klaus Hellwig, Hans Leygraf, Menahem Pressler, Wolfram Rieger und Elisso Wirssaladze.

Über die Grenzen Koreas und Deutschlands hinweg bekannt wurde Ji-Yeoun You als Preisträgerin zahlreicher internationaler Wettbewerbe wie dem Internationalen Chopin-Wettbewerb Göttingen, dem Konzerteum-Wettbe-werb in Athen und vielen anderen internationalen Klavier-Wettbewerben.

Sie begann ab 2005, sich unter der regelmäßigen Anleitung von Dietrich Fischer-Dieskau verstärkt der Liedbegleitung zu widmen. Auch dieser „Großmeister“ des Liedgesangs  rühmte ihr großes pianistisches Können, ihre musikalische Überlegenheit und Anpassungsfähigkeit.

Derzeit unterrichtet Ji-Yeoun You an der Hochschule für Musik „Carl Maria von Weber“ in Dresden und an der Universität der Künste Berlin.

Sie im Rahmen der Sternstundenkonzerte in Schwerte engagieren zu können ist ein besonderer Glücksfall.

Sie wird in Schwerte ein Programm mit der Bach/Busoni Chaconne in d-moll, der späten Beethoven Klaviersonate opus 111 spielen und zum Ausklang die große Liszt Sonate h-moll.

22.4.2018 - Arnulf von Arnim und Atsuko Seki

Arnulf von Arnim und Atsuko Seki
Sternstunde zu vier Händen
Sonntag, 22. April 2018, 11 Uhr

Arnulf von Arnim ist in Schwerte kein Unbekannter: Sowohl mit Soloprogrammen als auch als Partner vierhändig am Klavier mit Atsuko Seki ist er schon in der Vergangenheit in der Reihe „Sternstunden am Bösendorfer“ aufgetreten. Wir freuen uns also sehr, zwei international renommierte Pianisten vierhändig zu erleben!

Prof. von Arnim trat als Solist in den meisten Ländern Euro-pas, in den USA, Japan und Südostasien auf. Zahlreiche LP- und CD-Aufnahmen, Rundfunk- und Fernseheinspielungen bei vielen Sendern Europas machten ihn international zu einem hoch angesehenen Pianisten. Er ist Kammermusikpartner der Geiger Frank Peter Zimmermann, Kurt Nikkanen, Valery Klimov, Saschko Gawriloff, der Cellisten Julius Berger, Maria Kliegel, Ivan Monighetti und David Geringas.

Seit 1994 führt er regelmäßige Japan- und Südostasien-tourneen durch. Prof. von Arnim lehrt als Professor an der Folkwang-Hochschule Essen und leitet Meisterklassen in Deutschland, Japan, Italien, Russland und den USA. Ferner ist er künstlerischer Leiter der Internationalen Sommerakademie Cervo in Italien sowie des Internationalen Schubert-Wettbewerbs in Dortmund und Jury-Mitglied bei mehreren internationalen Klavierwettbewerben.

Aus Japan stammt auch seine diesjährige Klavierpartnerin Atsuko Seki. In Tokio geboren, lebt und wirkt sie heute in Deutschland. Sie gewann schon 1991 den 1. Preis im Internat. Schubertwettbewerb in Dortmund und ist durch zahlreiche Konzerttourneen weltweit bekannt geworden.

„Der Klang von Atsuko Sekis Spiel ist immer kantabel und weich, dabei jedoch rhythmisch und metrisch diszipliniert, es ist kein romantisches Klangbild, wie es – auf seine Weise genial, aber auch in großer Bizarrerie – der späte Horowitz bot. Erst wer durch diesen Ton der Diskretion hindurchzuhören versteht, entdeckt Sekis Sinn für die inhärente Abgründigkeit und dramatische Verdichtung Mozart’scher Musik“, so ein Kritiker über ihre Mozart Interpretation.

Das vierhändige Klavierspiel ist eine ganz eigene Gattung der Klassik. So war es einerseits wichtiges pädagogisches Instrument, indem Lehrer und Schüler vierhändig musizierten. Es hat sich aber schon bald zu einer eigenen kammermusikalischen Gattung entwickelt und z.B. Haydn, Mozart, Beethoven und auch Brahms haben Originalliteratur für vierhändiges Klavier komponiert. Vor der Erfindung der Musikreproduktion diente das vierhändige Klavierspiel auch dazu, Werke der Klassik einem größeren Publikum bekannt zu machen: So wurden große Klavierkonzerte oder z.B. auch Brahms-Symphonien oder sogar Wagner-Opern oft vierhändig am Flügel vorgetragen.