40 X PProjekt Wissen nutzen

40 x PRAKTISCH

für Macherinnen & Macher von gemeinwohlorientierten Projekten in der Stadtentwicklung:

Inputs & Informationen, Hilfsmittel & Handwerkszeug zu Recht & Steuern, Bauen & Betreiben und mehr.

Was erwartet Euch

Vormittags und nachmittags finden in vier aufeinanderfolgenden Zeitblöcken a 25 Minuten, jeweils fünf parallele Inputs & Informationen zu den im Folgenden aufgelisteten Themen statt. Die „Inputs & Informationen“ bieten „Hilfen & Handwerkszeug“ für den Projektalltag.

Das konkrete Programm richtet sich nach den Interessen der Teilnehmer und wird zu Beginn der Veranstaltung vorgestellt. Ob „Inputs & Informationen“ auch mehrfach (oder gar nicht) angeboten werden, ergibt sich aus der Auswertung der Anmeldungen. Bitte nennt uns deshalb mit eurer Anmeldung acht Themen, an denen Ihr teilnehmen möchtet.

1 - EINFACH AUSPROBIEREN – ÖFFENTLICHE RÄUME TEMPORÄR GESTALTEN.
Prof. Dr. Florian Kluge (Alanus Hochschule für Kunst und Gesellschaft)

Welche Rolle können temporäre Aktionen bei der Gestaltung von Stadträumen spielen? Im Vergleich zur üblichen Bauplanung bieten sie Vorteile, mit denen das klassische Instrumentarium der Planungskultur ergänzt werden kann: Sie sind leicht zu planen und mit wenig Aufwand durchzuführen. Sie können spielerisch agieren und haben künstlerischen Anspruch. Sie setzen Impulse und eröffnen den Dialog mit den Bürgern. Sie stoßen einen Prozess an und sind ergebnisoffen. Und: Man kann sie einfach ausprobieren!

2 - LEERSTAND BELEBEN.
Prof. Swen Geiss / Miriam Hamel (Alanus Hochschule für Kunst und Gesellschaft)

Trotz steigendem Bedarf an Wohn- und Arbeitsraum stehen zahlreiche Gebäude leer. Dieses brachliegende Potential lässt sich durch das Format der Zwischennutzung – nach dem Prinzip vergünstigter Raum gegen befristete Nutzung – aktivieren. Der Workshop zeigt anhand realisierter Projekte, wie durch Zwischennutzung Vorhaben umgesetzt, Chancen genutzt, Image poliert, Stadtraum aktiviert und öffentliche Aufmerksamkeit geschaffen werden kann.

3 - WAS KANN MEIN HAUS?
Nutzungen im Testbetrieb erproben.
Prof. Swen Geiss / Miriam Hamel (Alanus Hochschule für Kunst und Gesellschaft)

Bei der Reaktivierung von Gemeinschaftsbauten gilt es, die ganze Vielfalt an Akteuren in den Prozess einzubinden, um neue Nutzungskonzepte zu entwickeln. Der Workshop zeigt anhand eines konkreten Projekts, wie im ergebnisoffenen „testbetrieb“ Nutzungsideen erprobt werden können. Durch die Aktivierung interessierter Menschen, das gemeinsame Entwickeln von Ideen, das experimentelle Ausprobieren von Nutzungen, lässt sich herausfinden, was im Gebäude möglich ist und welche Zukunft es haben könnte.

4 - VORSTEUERABZUG BEIM BAUEN.
Michele Demant (Syndikusrechtsanwältin, Bürgerstiftung Rohrmeisterei Schwerte)

5 - FREIE IDEEN VS. VERGABEKORSETT.
Das richtige Architekturbüro finden.
Yara Trünken (B-Side/Münster)

Das Vergaberecht soll Chancengerechtigkeit am Markt gewährleisten, Vetternwirtschaft und Verschwendung öffentlicher Gelder verhindern. Es ist (bei öffentlichen Aufträgen) ab einem gewissen Investitionswert einzuhalten – und das ist auch gut so. Wie aber gelingt es, im Trubel zwischen Paragraphen, Juristerei, Verwaltungslogik, Projektsteuerern und jeder Menge Dokumente die Seele des eigenen Projekts im Blick zu behalten und ein fähiges Büro zu finden? Yara Thünken berichtet aus ihrem eigenen Projekt von einem Verhandlungsverfahren ohne vorgelagerten Planungswettbewerb.

6 - „BAULICHE SELBSTHILFEPROZESSE“
Mit Bürgern in stadtgesellschaftlichen Projekten umsetzen.
Bodo Marciniak (Marciniak Architekten Partnerschaft, Köln)

Baulicher Selbsthilfe, also am Bau selbst anzupacken, ist für viele Menschen der Ausdruck höchster Verbundenheit mit ihrem Projekt. Und durch das Selbstmachen lässt sich ein Teil der Investitionssumme durch „Muskelhypotheken“ finanzieren. Schließlich muss keine Fachfirma für etwas beauftragt werden, das man selbst tut. Für den Bauprozess aber bedeutet das eine höhere Komplexität. Eine Baustelle, auf der 20 Leute ehrenamtlich „herumwuseln“, ist eben keine „normale“ Baustelle. Bodo Marciniak gibt Einblicke in seine eigene Praxis und zeigt Ansätze auf, wie bauliche Selbsthilfe produktiv in Bauprozesse eingebunden werden kann.

7 - NEUE IDEEN IN ALTEN GEBÄUDEN.
Denkmalschutz als Chance für Bauen und Finanzierung.
Martin Breidenbach (Architekturbüro Breidenbach / Königsburg, Viersen-Süchteln)

Denkmalgeschützte Gebäude sind nicht selten wichtige Identifikationsorte im Quartier oder Dorf. Mit ihnen fühlen sich viele Menschen besonders verbunden. Das ist wohl einer der Gründe, warum sich Engagement oft um bzw. für Baudenkmale organisiert. Der Denkmalschutz steht allerdings auch im Ruf, durch seine Auflagen das Bauen teuer und kompliziert zu machen. Martin Breidenbach sieht durchaus auch die Seite zusätzlicher Finanzierungsoptionen für das Bauvorhaben und ungewöhnlicher, charmanter architektonischer Lösungen, nach denen denkmalgeschützter Baubestand verlangt.

8 - GEMEINSAME QUARTIERSENTWICKLUNG FÜR ALLE.
Voraussetzungen stabiler Quartiersforen.
David Becher (Vorstand Förderverein Utopiastadt, Wuppertal)

Menschen aus dem Quartier zusammenbringen, gemeinsam Ideen entwickeln und umsetzen, sein Quartier selbst entwickeln – diesen Anspruch schreiben sich viele Initiativen auf die Fahnen. Um gemeinsam zu Ergebnissen zu kommen, braucht es stabile Strukturen, regelmäßige Treffen und einen verlässlichen Rahmen, in dem man agieren kann. David Becher bringt eigene Erfahrungen aus dem seit 2013 bestehenden Wuppertaler Quartiersforum Forum:Mirke mit.

9 - RAUM ZEIT GELD – ALLES FÜR‘S VIERTEL!
Robert Ambrée (Nachbarschaft Samtweberei / Montag Stiftung Urbane Räume)

Der Ansatz „Initialkapital für eine chancengerechte Stadtteilentwicklung“ der Montag Stiftung Urbane Räume hat als Ziel, Immobilien so zu entwickeln, dass sie dauerhaft einen Mehrwert für das Gemeinwesen leisten. Mehrwert wird dabei als „gemeinnützige Rendite“ in Form von Raumangeboten, Zeitressourcen und Überschüssen erzeugt. Wie wirkt „Initialkapital“? Was davon kann übertragen werden?

10 - KOOPERATION IM GEMEINWESEN.
Robert Ambrée (Nachbarschaft Samtweberei / Montag Stiftung Urbane Räume)

Kooperationen im Gemeinwesen bzw. auf Stadtteilebene sind ein großes Versprechen. Herausforderungen, die nicht alleine zu meistern sind, sollen über Kooperationen gestemmt werden. Wo dies gelingt, profitieren alle. Kooperationen sind immer den Versuch wert! Doch sie sind keine Selbstläufer und bedürfen einer steten „Beziehungspflege“. Der Input liefert Einblicke insbesondere aus den diesbezüglichen Erkenntnissen im Projekt „Nachbarschaft Samtweberei“ in Krefeld.

11 - PARTIZIPATION UND KOMMUNIKATION – WO FANGE ICH AN, WO HÖRE ICH AUF?
Robert Ambrée (Nachbarschaft Samtweberei / Montag Stiftung Urbane Räume)

Stadtteilarbeit bietet Möglichkeiten der Partizipation und betreibt einen hohen Kommunikationsaufwand, um möglichst viele Menschen und Gruppen zu erreichen. Mal mit Erfolg, mal vergebens. Was funktioniert, was nicht? Gibt es überhaupt ein gutes Maß für Partizipation und Kommunikation? Das soll im Workshop mittels eigener praktischer Erfahrungen diskutiert werden.

12 - PARTIZIPATION 2.0 BÜRGER BETEILIGEN BÜRGER.
Prof. Dr. Florian Kluge (Alanus Hochschule für Kunst und Gesellschaft)

Bürgerbeteiligung muss nicht zwangsläufig von der öffentlichen Hand ausgehen. Immer öfter gibt es engagierte Menschen, die ihre Ideen zur Stadt, zum Quartier oder zum öffentlichen Raum mit Mitbürgern teilen und gemeinschaftlich weiterentwickeln wollen. Der Workshop zeigt Projekte, in denen dies – mit welcher Unterstützung für die Aktiven - gelungen ist. Er stellt die Frage, welche Rolle solche Initiativen bei der Stadtgestaltung spielen können und wie solche Ansätze etabliert werden könnten.

13 - SCHNELL UND EINFACH DIE ÖFFENTLICHKEIT ERREICHEN!
Prof. Dr. Florian Kluge (Alanus Hochschule für Kunst und Gesellschaft)

Tue Gutes und rede drüber! Um seine Ideen zu präsentieren, öffentliche Aufmerksamkeit zu generieren oder Mitstreiter zu gewinnen, bedarf es vieler Kommunikationskanäle und -formate. Dabei muss es nicht immer Facebook & Co sein und auch nicht zwangsläufig kostenaufwändig hergehen. Manchmal sind es die einfachen - mal gewöhnlichen, mal außergewöhnlichen - Mittel, die viele Mitmenschen erreichen und helfen, das eigene Projekt voranzubringen.

14 - DAS 1 X 1 DER AUGENHÖHE.
Die Kommunikation zivilgesellschaftlicher Projekte gegenüber Politik und Verwaltung.
Tobias Stroppel (B-Side/Münster)

Um bürgerschaftlich initiierte Projekte in der Stadtentwicklung umzusetzen, müssen bürgerschaftliche Initiativen, Stadtverwaltungen und die Kommunalpolitik zusammenarbeiten. Hier treffen oftmals Welten aufeinander, die sich schrittweise aneinander gewöhnen müssen. Tobias Stroppel berichtet aus Münster von der Entwicklung einer gemeinsamen Kultur zwischen basisdemokratischem Projekt B-Side, der Kommunalverwaltung, städtischen Tochtergesellschaften und der Kommunalpolitik.

15 - BASISDEMOKRATIE UND DER PRAGMATISMUS DES ALLTAGSGESCHÄFTS.
Die (g)GmbH als Ergänzung zu Vereinen und Bürgerstiftungen.
Hermann Hibbe (Jurist, Vorstand KD 11/13 e.V., Essen)

Bürgerschaftliche Initiativen haben oft basisdemokratische Wurzeln. Das Konsensprinzip und regelmäßige, für alle offene Foren sind ihnen wertvoll. Im Laufe der Entwicklung komplexerer Projekte stehen sie dann vor der Herausforderung, sich zu professionalisieren, sich schlanker und „effizienter“ zu organisieren, eine geeignete rechtliche Konstruktion zu finden und bei all dem die eigene Haltung zu bewahren. Vor diesem Hintergrund beleuchtet Hermann Hibbe die Möglichkeiten und Grenzen der Rechtsformen Verein, (g)GmbH und Bürgerstiftung.

16 - UMSETZUNG STADTGESELLSCHAFTLICHER PROJEKTE IN GENOSSENSCHAFTEN.
Ralf Leppin (Vorstand Siedlergenossenschaft Kalscheurer Weg eG und Mietergenossenschaft Kalscheurer Weg i.Gr., Köln-Zollstock)

Gemeinsam sind Ziele besser zu erreichen als im Alleingang – das ist der Grundgedanke einer jeden Genossenschaft. Eine genossenschaftliche Kooperation ist eine effiziente Organisationsform, wenn bei der Verfolgung eines wirtschaftlichen Ziels die Leistungsfähigkeit des Einzelnen nicht ausreicht und man bei der Durchsetzung auf eine hohe Akzeptanz von Verwaltung und Politik angewiesen ist. Ralf Leppin gibt Einblick, was zwei noch junge genossenschaftlich organisierte Wohnprojekte in Köln erreicht haben.

17 - „GROSSE TANKER“ ÖFFNEN IHRE IMMOBILIEN.
Stadtgesellschaftliche Projekte z. B. bei der Deutschen Bahn.
Christoph Stark (Vorstand Kultur im Turm e.V. – kitev, Bahnhof Oberhausen)

Wenn große Tanker ihre Immobilien für bürgerschaftliche Initiativen öffnen, entwickelt sich fast zwangsläufig ein „Reibungsfeld“ zwischen institutionalisierten Strukturen, Regelwerken und Abläufen auf der einen Seite und dynamisch agierenden, hochmotivierten und ungeduldigen Menschen auf der anderen Seite. Christoph Stark teilt seine Erfahrungen aus eigenen Projekten im Bereich der Kunst- und Kulturarbeit.

18 - KIRCHE MACH(T) PLATZ.
Kirchliche Immobilien für das Gemeinwohl nutzbar machen.
Willi Overbeck (KD 11/13 e.V., Essen)

Die Gleichung Kirchengebäude = Stadtteil- oder Dorfzentrum gilt vielerorts so nicht mehr. Kirchengemeinden verkleinern und konzentrieren sich. Sie geben Immobilien auf und vermarkten diese. Hier öffnet sich die Chance für bürgerschaftliche Initiativen, die aufgrund ihrer Lage und Bautypologie häufig für Gemeinwohlnutzungen prädestinierten Gebäude für eigene Zwecke um- oder vielmehr weiterzunutzen. Aber wie geht man auf die Kirche zu...? Willi Overbeck bietet einen kleinen Einblick in die Strukturen und Beweggründe der evangelischen Kirche.

19 - DER NUTZUNGS- UND BELEGUNGSPLAN.
Als Nachweis für Finanzamt und Fördergeber.
Tobias Bäcker (Bürgerstiftung Rohrmeisterei Schwerte)

20 - DIE DARSTELLUNG VON STIFTUNGSKAPITAL,SPENDEN UND FÖRDERMITTELN IN DER BILANZ EINES PROJEKTS.
Michele Demant (Syndikusrechtsanwältin, Bürgerstiftung Rohrmeisterei Schwerte)

21 - GENUSS SCHEINE ALS FINANZIERUNGSINSTRUMENT.
Michele Demant (Syndikusrechtsanwältin, Bürgerstiftung Rohrmeisterei Schwerte)

22 - IDEEN FÜR ERTRAG BRINGENDE GASTRONOMISCHE VERANSTALTUNGSFORMATE!
Tobias Bäcker (Bürgerstiftung Rohrmeisterei Schwerte)

Tobias Bäcker

Informationen

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Tobias Bäcker

Tel. 02304-2013001
E-Mail: info@rohrmeisterei-schwerte.de

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